Weihnachten ist gescheitert!

Die ganze Wahrheit!

Wenn im September die ersten Dominostein-Wettessen selbst hartgesottene Zuckerliebhaber in die Knie zwingen, weiß auch der letzte Weihnachts­oppositionelle, dass in Kürze die Verhandlungen um Geschenkideen, Baumschmuck und Glühweinmengen beginnen. Was der treue Bürger nicht weiß: Hinter dem Vorhang aus Fritteusenduft und Glitzersternen spielt sich dieses Jahr ein wahres Weihnachtsdrama ab.

Genug ist genug. Das dachte sich auch der Weihnachtsmann und gab bekannt, dass er dieses Jahr nicht zur Verfügung steht. Mangelnde Unterstützung in der Vorweihnachtszeit und ein ernüchterndes Ergebnis bei der Wahl zur beliebtesten Kinderikone hätten zu seiner Entscheidung geführt, sich vorerst zurückzuziehen. Rudolf, der sich schon seit längerem in seiner Position als Schlittenzieher unterfordert fühlte, witterte seine Chance.

„Es ist an der Zeit, dass ich bestimme, wie das Rentier läuft“, dachte er und fing an, seine Pläne in die Tat umzusetzen. Wie schwer konnte der Job des Anführers schon sein? Ein klitzekleines Zugeständnis hier, der eine oder andere faule Kompromiss dort und fertig gepackt war der Verhandlungsschlitten. Doch sein Plan ging nicht auf. Empörung machte sich breit und die ersten Weihnachtsbäume probten den Aufstand. „Wir haben lange genug zugelassen, dass wir jedes Jahr aufs Neue abgesägt werden. Die Schmerzgrenze ist definitiv erreicht!“ Zornig warf eine Tanne nach der anderen ihre Nadeln zu Boden.

„Nun reißt euch zusammen, wir können doch über alles reden!“, warf das Christkind ein, welches sein geliebtes Weihnachten in ernsthafter Gefahr sah. Rudolf, der mit Widerstand so gar nicht gerechnet hatte, starrte fassungslos in die aufgebrachten Gesichter seiner Gegner. „Es ist besser, nicht zu feiern, als falsch zu feiern!“, schrie er und verließ die Versammlung, ohne sich noch einmal umzublicken.

Auf seinem Weg stieß er mit dem Weihnachtsmann zusammen, der das Spektakel aus der Entfernung verfolgt hatte. Grinsend flüsterte er dem Rentier zu: „Es ist nicht so leicht, mit liebgewonnenen Traditionen zu brechen, nicht wahr mein junger Freund? Du musst noch viel lernen, der Weihnachtszirkus ist nichts für Emporkömmlinge wie dich.“ Und noch während die Weihnachtsbäume ihre Nadeln zusammenfegten und das Christkind nervös nach einer Lösung suchte, flog der Weihnachtsmann auf seinem Schlitten über sie hinweg und rief: „Weihnachten ist gescheitert! Aber über meine Beteiligung im kommenden Jahr können wir gerne noch einmal reden.“

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Wie jedes Jahr haben wir auch 2017 mit Ihnen zusammen sinnvolle, kreative und spannende Lösungen für Ihre Projekte gefunden. Wir haben mit Ihnen analysiert, diskutiert und uns gegenseitig inspiriert. Kompromisslosigkeit und das Beharren auf den eigenen Standpunkten sind selten die Mittel der Wahl, wenn man gemeinsam zu einem guten Ergebnis kommen möchte.

Daher bedanken wir uns bei Ihnen für eine angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen Ihnen und Ihrer Familie eine entspannte Weihnachtszeit, friedliche Feiertage und einen guten und vielversprechenden Start ins neue Jahr!

André Mielitz & Thomas Volkmar

Die ganz große Koalition

Alexandra Brünger _ Judith Fischer _ Stefanie Freitag _ Ina Heidemann-Özdemir _ Kim Hülsmann _ Teresa Krukenmeier _ Laura Menne _ Fabian Meiswinkel _ André Mielitz _ Alicia Retemeier _ Bettina Rieso _ Marion Rühlemann _ Lena Schormann _ Maike Störmer _ Lukas Tenge _ Pia Thiessat _ Thomas Volkmar _ Manuela Weller

Die Gestaltungsfraktion Weihnachtskarte

Idee: Bettina Rieso _ Text: Lena Schormann _ Illustration: Pia Thiessat _ Web: Fabian Meiswinkel